Unsere Argumente von A-Z
Die FDP will einen Naturschutz mit den Menschen gestalten. Naturnutzer – dazu gehören auch Landwirte, Jäger, Angler, Wanderer, Segler und andere Sportler – sind für uns Partner und nicht Gegner im Naturschutz. Dieser muss viel mehr als bisher mit den Eigentümern und Nutzern entwickelt werden, denn sie haben ein ureigenes Interesse an einer nachhaltigen Nutzung. Daher setzen wir verstärkt auf freiwillige Maßnahmen und den Vertragsnaturschutz und erst nachrangig auf hoheitliche Schutzgebietsverordnungen und Verbote. Die FDP befürwortet, dass sich die Natur in geeigneten Bereichen auch ohne menschliche Eingriffe entwickeln soll. Frei fl ießende Flüsse und Flussabschnitte haben für die FDP einen hohen ökologischen Wert. Ein Bau von Staustufen in Elbe und Donau ist abzulehnen. Wir brauchen eine nachhaltige Fischerei. Wir unterstützen ein Verbot der Grundschleppnetz-Fischerei und der industriellen Fischerei, die auf die Gewinnung von Fischmehl zur Verfütterung ausgerichtet ist, und befürworten zudem ein globales System von Meeresschutzgebieten. Beim Urwaldschutz ist der illegale Holzeinschlag weiterhin das größte Problem. Die FDP unterstützt nachdrücklich Modelle zur Honorierung vermiedener Abholzung. Zudem sind Maßnahmen gegen den Handel mit illegal eingeschlagenem Tropenholz zu treffen.
Die Neuen Länder haben Standortvorteile und Stärken. Dazu zählen eine exzellente Qualifikation, Fleiß und eine ausgeprägte Arbeitsmotivation der Menschen. Diese Vorteile, unterstützt durch attraktive Fördermöglichkeiten, müssen als Anreize für Investoren propagiert werden. Die Menschen sind zu Veränderungen bereit. Aber die Arbeitslosigkeit ist in den Neuen Ländern noch immer doppelt so hoch wie in den alten Ländern. Die Wirtschaftskrise, die demografi sche Entwicklung und die fehlenden Entwicklungschancen führen nach wie vor dazu, dass die leistungsfähigen jungen Leute in den Westen abwandern – hin zur Arbeit. Damit dieser Trend gestoppt werden kann, müssen die Rahmenbedingungen verändert werden. Durch eine grundlegende Steuerreform würden vor allem die Neuen Länder neue Zukunftschancen erhalten. Die Gründung kleiner und mittlerer Unternehmen würde zunehmen und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglichen. Die jungen Menschen könnten in ihrer Heimat bleiben. Wichtig ist die stärkere Förderung von Forschung und Entwicklung und eine gezielte Vergabe von Fördermitteln: Wachstumsregionen müssen den Vorrang haben. Die Mittel des Solidarpakts II sind überwiegend für Investitionen zu verwenden.